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25.10.2018

Sturzgefahr auf Treppen

Der Sturz im Alter wird in der Geriatrie als gesondertes medizinisches Problem betont, weil ungefähr ein Drittel der Menschen über 65 Jahre mindestens einmal pro Jahr stürzt (Alterssyndrom). Etwa 20 % der Folgen dieser Stürze bedürfen medizinischer Betreuung. Der Sturz selbst ist zunächst ein Symptom für ein mögliches Defizit aus unterschiedlichen Ursachen. Diese müssen nicht offensichtlich oder bekannt sein.
Risikofaktoren

Im Wohnbereich sind als häufige Ursachen für Sturzverletzungen vorzufinden:

Glatte und/oder nasse Bodenoberflächen (Fußböden, Fliesen, Treppen etc.)
Stürze von Leiter etc.
Schlechte Beleuchtung
Ebenerdige Stolperfallen
selbst verlegte Behelfskabel (Stromzufuhr)
lose liegende Teppiche
abgelegte Gegenstände (Taschen, Müllbeutel usw. z. B. auf einer Treppe), an die nicht mehr gedacht wird.
kein festes Schuhwerk
keine angemessene Kleidung (Hosenbein zu lang)
fehlender beidseitiger Handlauf an Treppen

Auch Blutdruckabfall kann zu Stürzen führen:

Hypotonie und Synkope lösen Schwindelgefühl aus

Vor allem aber stürzen viele Menschen auf Treppen. So starben 2005 in Deutschland über tausend Menschen bei Stürzen auf oder an Treppen.[1] Davon betroffen waren 588 Männer und 483 Frauen. Mit 781 Unfällen fand der Großteil davon zu Hause statt. Auch bei den statistisch bekannt gewordenen Unfallursachen von weiteren Verletzungen sind Treppenstürze Spitzenreiter. Die Todesfälle aufgrund der Folgen eines Sturzes nahmen seit 1980 ab. 1980 verloren 100 Personen je 100.000 Einwohner infolge eines Sturzgeschehens ihr Leben, 2008 waren es 40 Personen je 100.000 Einwohner.[2]

Besonders betroffen sind wegen der altersbedingten Einschränkungen ältere Menschen. Über 80 Prozent aller Unfallopfer an Treppen stammen aus den Altersgruppen über 60 Jahre. Bei ihnen ist durch die Osteoporose die Verletzungsgefahr besonders hoch. Wenn ein älterer Mensch stürzt, kommt nach der evtl. Oberschenkelhalsfraktur als weitere Folge die Angst vor Stürzen hinzu, die zum (weiteren) Rückzug aus dem öffentlichen Leben und zu Bewegungsmangel führen kann. Etwa die Hälfte der älteren Sturzpatienten erlangt die alte Beweglichkeit nicht wieder. Andere Folgen können zunächst unerkannt bleibende Hirnblutungen (subdurales Hämatom), Infekte nach Auskühlen oder Rippenserienfrakturen sein.

Häufige bekannte Sturzauslöser sind Gangunsicherheit, Gleichgewichtsstörung (evtl. infolge einer plötzlichen Blutdruckschwankung), Stolperfallen wie Bodenbeläge oder Untertritte, fehlende Handläufe/Geländer, Fehltritt als Folge einer nicht erkannten Stufengrenze.
Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Sturz_im_Alter)



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